Effiziente MMS-Kühlschmierstoffe für die Metallbearbeitung

Verkauf ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB), sowie an Behörden, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen, Versand nur innerhalb Deutschlands

Minimal­men­gen-
kühl­schmier­stoffe

Speziell für MMS entwickelt, sorgen sie für effektive Kühlung und Schmierung – mit konstant präzisen Ergebnissen.

Unsere Kühlschmierstoffe für die Minimalmengenschmierung

MMS-Kühlschmierstoffe für präzise Minimalmengenschmierung

Unsere MMS-Kühlschmierstoffe sind speziell auf die Anforderungen der modernen
Metallbearbeitung abgestimmt. Sie ermöglichen eine gezielte, sparsame Schmierung und
effektive Kühlung in der Minimalmengenschmierung – ob beim Bohren, Fräsen, Drehen
oder Sägen.

Je nach Bearbeitungsaufgabe stehen wasserbasierte MMS-Kühlschmierstoffe und
ölbasierte MMS-Schmierstoffe zur Verfügung:
Wasserbasierte Systeme bieten eine besonders saubere Verarbeitung mit geringen Rückständen
und eignen sich ideal für viele Anwendungen mit leichten bis mittleren Anforderungen.
Ölbasierte Varianten kommen überall dort zum Einsatz, wo eine sehr hohe Schmierwirkung auch
unter anspruchsvoller mechanischer oder thermischer Belastung erforderlich ist.

Wasser- oder Ölbasis – was ist besser für Ihre Anwendung?

Wasserbasierte Kühlschmierstoffe

Unsere ölfreien iTEC-MB Kühlschmierstoffe für prä­zise Metallbearbeitungen

Die wasserbasierten iTEC-MB Kühlschmierstoffe sind moderne MMS-Kühlschmierstoffe für eine präzise und saubere Minimalmengenschmierung. Sie eignen sich ideal für viele tägliche Zerspanungsaufgaben in Multimetall-Umgebungen – von Aluminium und Buntmetallen bis hin zu Kunststoffen und leichtem Stahl.

Dank ihrer ölfreien Formulierung verdunsten iTEC-MB Produkte klar und rückstandsarm. Sie bieten eine stabile Schmierwirkung, ein homogenes Sprühbild und ermöglichen einen effizienten MMS-Prozess mit sehr geringer Produktmenge. Dies macht sie zu einer umweltverträglichen und wirtschaftlichen Lösung für Betriebe, die saubere, zuverlässige MMS-Schmierstoffe einsetzen möchten.

Vorteile wasserbasierter MMS-Kühlschmierstoffe

Ölbasierte Schmierstoffe

Unsere klassischen iTEC-M Schmierstoffe für anspruchsvolle Metallbearbeitungen

Die ölbasierte iTEC-M Serie wurde für Anwendungen entwickelt, in denen ein besonders kräftiger MMS-Schmierstoff benötigt wird. Ihre Formulierungen auf Basis von Fettalkoholen oder Fettsäureestern erzeugen einen stabilen Schmierfilm, der selbst bei hohen Drücken und punktuellen Belastungsspitzen zuverlässig schützt.

iTEC-M eignet sich besonders für anspruchsvolle Zerspanungsprozesse wie das Fräsen schwer zerspanbarer Legierungen, das Sägen mit hohem Vorschub oder tiefe spanende Operationen. Überall dort, wo wasserbasierte MMS-Kühlschmierstoffe an ihre Grenzen stoßen, bietet die iTEC-M Reihe eine leistungsstarke, prozesssichere Alternative.

Vorteile ölbasierter MMS-Schmierstoffe

Häufige Fragen
zu MMS-Kühlschmierstoffen

In dieser FAQ beantworten wir grund­legende Fragen rund um Kühlschmierstoffe für die Minimalmengenschmierung. Wir er­klären, warum sie notwendig sind, welche Varianten es gibt und was bei der Auswahl zu beachten ist.

Kühlschmierstoffe reduzieren Reibung, senken die Temperatur an der Bearbeitungsstelle und verhindern vorzeitigen Werkzeugverschleiß. Auch bei der Minimalmengenschmierung sind diese Effekte wichtig, um saubere Schnitte, längere Standzeiten und eine höhere Bearbeitungsqualität zu erreichen.

Kühlschmierstoffe für die Minimalmengenschmierung sind speziell auf eine fein dosierte Anwendung ausgelegt. Sie verdunsten möglichst rückstandsfrei, vermeiden Verschmutzungen und sind so formuliert, dass sie mit minimaler Menge maximale Schmierleistung erzielen.

Grundsätzlich unterscheidet man bei MMS zwischen wasserbasierten und ölbasierten Kühlschmierstoffen. Beide Varianten haben spezifische Vorteile je nach Anwendungsfall und Bearbeitungsanforderung.

Wasserbasierte Kühlschmierstoffe eignen sich besonders für leichte bis mittlere Bearbeitungen, wenn eine saubere Bearbeitungsumgebung und eine schnelle Verdunstung gewünscht sind. Sie bieten gute Kühlwirkung und sind oft umweltfreundlicher.

Ölbasierte Kühlschmierstoffe kommen bei anspruchsvolleren Bearbeitungen zum Einsatz, bei denen eine besonders hohe Schmierleistung erforderlich ist. Sie verbessern die Standzeiten der Werkzeuge und reduzieren Reibung bei höheren Belastungen.

Wichtige Kriterien sind die Viskosität, das Rückstandsverhalten, der Korrosionsschutz und die Verträglichkeit mit dem jeweiligen MMS-System. Der Kühlschmierstoff sollte optimal zur Bearbeitungsaufgabe und zum verwendeten Material passen.

Unsere neun MMS-Kühlschmierstoffe decken gezielt unterschiedliche Anforderungen in der Metallbearbeitung ab – vom extrem rückstandsarmen Einsatz bei leichten Aufgaben bis zur zuverlässigen Schmierung bei hochbelasteten Zerspanungsprozessen.

Statt unüberschaubarer Variantenvielfalt setzen wir auf eine klar strukturierte Auswahl:
Wasserbasierte, ölfreie Kühlschmierstoffe für saubere, umweltfreundliche Anwendungen mit besonders geringer Rückstandsbildung
Ölbasierte MMS-Schmierstoffe für Anwendungen mit höherem Schmierbedarf, längeren Kontaktzeiten oder stark belasteten Werkstoffen wie Edelstahl oder Titan

Jedes Produkt ist einem klar definierten Einsatzbereich zugeordnet – damit Sie schnell die passende Lösung finden: technisch durchdacht, praxiserprobt und effizient in der Anwendung.

Vertiefendes Wissen
zu MMS-Kühlschmierstoffen

Hier beantworten wir tiefergehende Fragen zu den Eigenschaften, Auswahlkriterien und technischen Besonderheiten von Kühl­schmierstoffen für die Minimal­mengen­schmierung.

Kühlschmierstoffe für die Minimalmengenschmierung müssen sehr gleichmäßig fließen und fein dosierbar sein. Sie dürfen keine Ablagerungen bilden und sollten die Düsen oder Schläuche nicht verstopfen. Eine konstante Viskosität und gute Benetzbarkeit sind entscheidend für eine zuverlässige Schmierstoffzufuhr.

Eine hohe Reinheit der Kühlschmierstoffe ist entscheidend, da kleinste Verunreinigungen die feinen Düsen oder Kapillaren in MMS-Systemen verstopfen können. Saubere, rückstandsarme Produkte gewährleisten eine konstante Funktion und verlängern die Lebensdauer der Anlagen.

Ja, die Formulierung des Kühlschmierstoffs beeinflusst die Materialverträglichkeit mit Düsen, Schläuchen und anderen Systemkomponenten. Verträgliche Schmierstoffe minimieren Ablagerungen, verhindern Verhärtungen oder Versprödung und tragen so zu einer längeren Lebensdauer des MMS-Systems bei.

Da bei der Minimalmengenschmierung der Kühlschmierstoff mit Druckluft transportiert wird, muss die Flüssigkeit stabil und nebelarm sein. Zu starke Schaumbildung oder Zersetzung durch Luftkontakt könnten den Prozess stören und die Dosierung ungenau machen.

Synthetische Rohstoffe bieten meist eine höhere Stabilität, ein besseres Rückstandsverhalten und längere Standzeiten. Natürliche Rohstoffe, wie Fettsäureester oder fettalkoholbasierte Systeme, punkten oft mit besserer biologischer Abbaubarkeit und Umweltverträglichkeit, sind jedoch empfindlicher gegenüber thermischer Belastung.

Obwohl bei der Minimalmengenschmierung nur kleinste Mengen an Kühlschmierstoff eingesetzt werden, muss das bearbeitete Werkstück zuverlässig vor Korrosion geschützt werden. Ein guter Korrosionsschutz verhindert Rostbildung und erhöht die Lebensdauer der Werkstücke und der Maschinenkomponenten.

Ja. Für Aluminium, Stahl oder Edelstahl werden oft unterschiedlich formulierte Kühlschmierstoffe eingesetzt, um jeweils optimale Bearbeitungsergebnisse zu erzielen. Materialoptimierte Formulierungen verbessern die Schmierleistung, reduzieren Werkzeugverschleiß und erhöhen die Prozesssicherheit.

Eine gezielte Verdunstung nach der Bearbeitung sorgt dafür, dass keine sichtbaren Rückstände auf Werkstücken und Maschinen entstehen. Gleichzeitig darf der Kühlschmierstoff während der Bearbeitung nicht zu schnell verdunsten, um eine konstante Schmierwirkung aufrechtzuerhalten.

Materialien & Werkstoffe

Hier beantworten wir Fragen zur Auswahl geeigneter Kühlschmierstoffe für die Minimal­mengen­schmierung bei der Bearbeitung verschiedener Werkstoffe.

Stähle & Gusswerkstoffe

Unlegierte und niedriglegierte Stähle – wie typischer Baustahl – lassen sich mit Minimalmengen­schmierung sehr gut bearbeiten. Gerade beim Bohren, Fräsen und Drehen kommt es auf eine gleich­mäßige Schmierwirkung, eine gute Belastbarkeit des Schmierfilms sowie eine möglichst rückstandsarme Verarbeitung an.

Wasserbasierte MMS-Kühlschmierstoffe sind für diese Werkstoffe ideal geeignet, da sie eine saubere Bearbeitung ermöglichen und gleichzeitig für zuverlässige Schmierung sorgen – auch bei mittleren Schnittgeschwindigkeiten.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Gute Schmierleistung bei Standardanwendungen
  • Sehr geringe Rückstände – ideal für saubere Werkstücke und Folgeprozesse
  • Flexibel einsetzbar bei wechselnden Anforderungen

Produktempfehlung:
Für die Bearbeitung von Baustahl und anderen unlegierten Stählen empfehlen wir den wasserbasierten Schmierstoff iTEC-MB 7200. Er bietet eine sehr gute Balance aus Schmierleistung, Materialverträg­lichkeit und Rückstandsarmut.

Für besonders empfindliche Oberflächen oder Anwendungen mit sehr hoher Rückstandstoleranz ist auch iTEC-MB 7100 eine geeignete Alternative.

Automatenstähle wie 11SMn30 oder 9SMn28 zeichnen sich durch sehr gute Zerspanbarkeit aus und ermöglichen hohe Schnittgeschwindigkeiten bei geringer Werkzeugbelastung. Sie eignen sich ideal für die Minimalmengenschmierung – vorausgesetzt, der Schmierstoff ist fein zerstäubbar, prozessstabil und rückstandsarm.

Da die Bearbeitung häufig in hoher Taktzahl erfolgt, ist eine saubere Werkstückoberfläche besonders wichtig – etwa beim Gewindeschneiden, Drehen oder Fräsen auf CNC-Maschinen.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Sehr gute Materialverträglichkeit – auch bei schwefelhaltigen Legierungen
  • Hohe Prozesssicherheit bei kurzen Zykluszeiten
  • Rückstandsarme Formulierung – oft ohne Nachreinigung einsetzbar

Produktempfehlung:

Für die Bearbeitung von Automatenstahl empfehlen wir iTEC-MB 7100 als sehr rückstandsarmen Kühlschmierstoff.

Bei gemischten Werkstoffen oder höherem Schmierbedarf eignet sich auch iTEC-MB 7200 als universelle Alternative.


Werkzeugstahl gehört zu den anspruchsvolleren Werkstoffen in der MMS-Bearbeitung.
Hohe Schnittkräfte, erhöhte Reibwärme und stark wechselnde Belastungen erfordern
einen Kühlschmierstoff, der auch unter thermisch schwierigen Bedingungen einen
stabilen Schmierfilm erzeugen kann – bei gleichzeitig möglichst geringer
Rückstandsbildung.

Anforderungen an den Schmierstoff

  • stabile Schmierleistung bei wechselnden Lasten und Schnittunterbrechungen
  • geeignet für Bohren, Fräsen und Drehen – auch bei gehärteten oder hochlegierten Stählen
  • saubere, rückstandsarme Verdunstung
  • sichere Benetzung auch bei sehr geringer Dosierung

Produktempfehlung

Für viele MMS-Anwendungen an Werkzeugstahl empfehlen wir den wasserbasierten,
ölfreien iTEC-MB 7300. Er bietet eine robuste Schmierleistung,
ein sehr sauberes Sprühverhalten und eignet sich für anspruchsvolle Prozesse
ohne extreme Punktlasten.

Bei hoher thermischer Belastung, sehr langsamen Schnittgeschwindigkeiten,
tiefen Bohrungen oder ungünstigen Prozessbedingungen empfehlen wir den
ölhaltigen MMS-Schmierstoff iTEC-M 4300. Er bietet eine deutlich
stabilere Filmintegrität, bleibt jedoch EP-frei und ist daher bei extremen
Druckbelastungen nur bedingt geeignet.

Für besonders zähe oder hochlegierte Werkzeugstähle sowie stark belastete Prozesse
steht zusätzlich der Hochleistungsschmierstoff iTEC-M 4400 zur Verfügung.
Er bietet maximale Filmintegrität und ist die optimale Wahl, wenn wasserbasierte
Systeme physikalisch an ihre Grenzen stoßen.

Edelstahl stellt besondere Anforderungen bei der Zerspanung: hohe Festigkeit, Zähigkeit und Neigung zur Aufbauschneidenbildung können ohne geeignete Schmierung zu erhöhtem Werkzeugverschleiß führen.

Mit einem leistungsfähigen MMS-Kühlschmierstoff ist die Bearbeitung jedoch gut möglich – besonders beim Drehen, Fräsen oder Bohren unter stabilen Bedingungen und mit passenden Werkzeugen.

Wichtige Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Hohe Druckaufnahmefähigkeit des Schmierfilms
  • Stabile Schmierwirkung unter thermischer Belastung
  • Rückstandsarme Verarbeitung für saubere Bauteile

Produktempfehlungen:

iTEC-M 4300 (ölbasiert): Für einfache bis mäßig beanspruchte Edelstahlbearbeitungen mit moderaten Schnittwerten. Bietet eine gute Schmierwirkung, haftet gut auf warmen Oberflächen und eignet sich für Anwendungen, bei denen Rückstände tolerierbar sind. Bei extremen Druckbelastungen ist das Produkt aufgrund fehlender EP-Additive nur eingeschränkt geeignet.

iTEC-MB 7300 (wasserbasiert): Für Standardbearbeitungen mit höherem Schmierbedarf, bei denen gleichzeitig ein gutes Rückstandsverhalten gefordert ist. Für aggressive Bearbeitungen ist das Produkt nicht ausgelegt, kann aber bei stabiler Prozessführung zuverlässig eingesetzt werden.

iTEC-MB 7200 (wasserbasiert): Vielseitiger Schmierstoff für leichtere Edelstahlbearbeitungen und häufig wechselnde Werkstoffe. Ideal, wenn eine besonders saubere Verarbeitung im Vordergrund steht. Für stark belastete Prozesse nur eingeschränkt geeignet.

Verzinkter Stahl erfordert eine besonders sorgfältige Auswahl des Kühlschmierstoffs. Die Zinkschicht dient als Korrosionsschutz und kann durch ungeeignete Additive oder Rückstände beeinträchtigt werden – etwa durch Verfärbungen, matte Stellen oder verminderte Haftung bei späteren Beschichtungs- oder Klebeprozessen.

Für eine sichere und saubere Bearbeitung ist ein neutral formulierter, rückstandsarmer Schmierstoff notwendig, der die Zinkschicht nicht angreift und keine optischen oder funktionellen Beeinträchtigungen hinterlässt.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Keine Verfärbung oder Reaktion mit der Zinkschicht
  • Sehr rückstandsarme Formulierung – ideal für Sichtteile oder beschichtete Bauteile
  • Gute Benetzung auch bei geringen Mengen

Produktempfehlung:

Für die Bearbeitung von verzinktem Stahl empfehlen wir den wasserbasierten Schmierstoff iTEC-MB 7100, der sich durch eine besonders neutrale Formulierung und rückstandsarme Verdunstung auszeichnet.

Bei wechselnden Werkstoffen oder erhöhtem Bedarf an Schmierleistung bietet iTEC-MB 7200 eine zuverlässige Alternative.

Ja, vernickelter Stahl lässt sich in der Regel problemlos mit Minimalmengenschmierung (MMS) bearbeiten – insbesondere wenn die Nickelbeschichtung mechanisch stabil ist, z. B. bei chemisch abgeschiedenen oder hartvernickelten Schichten. Typische Anwendungen sind das Drehen, Bohren oder Reiben von Bauteilen mit teil- oder vollflächiger Nickelbeschichtung.

Für eine rückstandsarme Bearbeitung empfiehlt sich iTEC-MB 7100. Dieser wasserbasierte MMS-Kühlschmierstoff wurde speziell für empfindliche Oberflächen entwickelt und ermöglicht saubere Bearbeitungsergebnisse auch auf glatten oder nicht abgedrehten Nickeloberflächen. Bei angepasster Dosierung treten in der Regel keine sichtbaren Rückstände auf. Sollte dennoch eine leichte Ablagerung entstehen, lässt sie sich einfach mit Wasser oder Alkohol entfernen.

Tipp: Wenn besonders hohe optische Anforderungen bestehen oder die Nickeloberfläche dekorativ sichtbar bleibt, kann alternativ ein ölbasierter Schmierstoff wie iTEC-M 3000 eingesetzt werden. Dieser haftet gut auf glatten, schwer benetzbaren Materialien und hinterlässt nur minimale, meist transparente Rückstände.

Hochwarmfeste oder hitzebeständige Stähle kommen häufig in der Turbinentechnik, im Werkzeugbau oder in Hochtemperaturanwendungen zum Einsatz. Ihre besondere Warmfestigkeit führt beim Zerspanen zu sehr hohen Temperaturen, was die Kühlung und Schmierung zu einer besonderen Herausforderung macht.

Für die Minimalmengenschmierung (MMS) ist entscheidend, dass der Kühlschmierstoff auch unter thermischer Belastung zuverlässig benetzt und schmiert – ohne Rückstände oder Verharzungen zu hinterlassen.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Hohes Druckaufnahmevermögen
  • Temperaturstabile Schmierkomponenten
  • Gute Benetzung auf heißen Oberflächen

Produktempfehlungen:

iTEC-MB 7300 (wasserbasiert): Rückstandsarmer Kühlschmierstoff mit sehr guter Dosierbarkeit und Schmierleistung. Ideal für saubere Bearbeitungsprozesse bei mittlerer thermischer Belastung – z. B. beim Fräsen oder Drehen mit automatisierter Vorschubkontrolle. Bei anhaltend hoher Hitzeentwicklung kann der ölbasierte iTEC-M 4300 die robustere Wahl sein.

iTEC-M 4300 (ölbasiert): Für anspruchsvollere Bearbeitungen mit erhöhter thermischer Belastung. Der Schmierstoff haftet gut auf warmen Oberflächen und bietet eine stabile Schmierwirkung auch bei längerer Reibungseinwirkung. Da keine EP-Additive enthalten sind, ist iTEC-M 4300 bei sehr hohen Druckbelastungen – etwa bei aggressivem Fräsen oder tiefem Gewindeschneiden – nur eingeschränkt geeignet.

Ja, Minimalmengenschmierung ist auch für nichtmagnetisierbare Stähle – meist austenitische Edelstähle – geeignet. Entscheidend sind eine saubere Zerspanung mit scharfem Werkzeug sowie ein MMS-Kühlschmierstoff, der eine gute Schmierung bei geringer Dosierung gewährleistet. Besonders bei präzisen Anwendungen, z. B. in der Medizintechnik oder Sensorik, sind Produkte mit minimalen Rückständen von Vorteil.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Sehr feiner, gleichmäßiger Schmierfilm
  • Rückstandsarm für saubere Oberflächen
  • Keine Einwirkung auf Legierung oder Maßhaltigkeit

Produktempfehlung:
Für besonders saubere Bearbeitungsprozesse empfehlen wir den ölfreien iTEC-MB 7100 – ideal bei engen Toleranzen und empfindlichen Bauteilen.

Bei höherer thermischer oder mechanischer Belastung kann iTEC-MB 7300 zusätzliche Prozesssicherheit bieten.

Grauguss lässt sich gut zerspanen und eignet sich grundsätzlich für die Minimalmengenschmierung.
Der hohe Graphitanteil wirkt teilweise selbstschmierend – gleichzeitig entsteht aber sehr feiner,
abrasiver Gussstaub. In Verbindung mit Wasser kann dieser Staub zu korrosivem Schlamm führen und
Maschine, Spannmittel und Werkstücke belasten.

Für Grauguss steht deshalb weniger die reine Schmierwirkung im Vordergrund, sondern vor allem:
kontrollierte Staubbindung, Schutz der Maschine vor Korrosion und Ablagerungen sowie eine
reproduzierbare Oberflächenqualität bei hoher Prozesssicherheit. In der Praxis haben sich hier
ölbasierte MMS-Schmierstoffe bewährt, da sie ohne Wasser auskommen und Gussstaub nicht in
„Guss-Schlamm“ verwandeln.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Sichere Staubbindung ohne pastöse oder klebrige Ablagerungen
  • Stabiler Schmierfilm zur Verbesserung der Werkzeugstandzeit (Fräsen, Bohren, Drehen)
  • Möglichst trockene, gut abblasbare Rückstände
  • Guter Schutz von Maschine, Spannmitteln und Führungselementen

Produktempfehlung:

  • iTEC-M 4300 (ölbasiert):
    Für die MMS-Bearbeitung von Grauguss (GJL/GG) unsere erste Wahl. Der Schmierstoff bietet eine
    robuste Grenzschmierung, bindet Gussstaub, ohne Schlamm zu bilden, und sorgt für prozesssichere
    Oberflächen bei Fräs-, Bohr- und Drehbearbeitungen.
  • Ölfreie, wasserbasierte MMS-Kühlschmierstoffe (z. B. iTEC-MF / iTEC-MB):
    Nur für klar definierte Sonderfälle zu empfehlen – etwa bei sehr sauberkeitskritischen Bauteilen,
    guter Absaugung und sehr sparsamer Dosierung, wenn Werkstücke zeitnah gereinigt oder
    weiterbearbeitet werden. Hier sollte immer vorab ein Praxistest erfolgen.

Gusseisen mit Kugelgrafit (GJS, Sphäroguss) kombiniert hohe Festigkeit mit guter Zerspanbarkeit
und ist grundsätzlich für die Minimalmengenschmierung geeignet. Gleichzeitig sind Schnittkräfte
und thermische Belastung häufig höher als bei klassischem Grauguss.

Für eine prozesssichere Bearbeitung mit MMS sind Schmierstoffe erforderlich, die einen stabilen
Schmierfilm auch bei höheren Belastungen aufbauen, Reibung und Werkzeugverschleiß effektiv
reduzieren und Gussstaub binden, ohne kritische Ablagerungen zu erzeugen. Da Wasser in
Kombination mit Gussstaub schnell zu Schlamm- und Korrosionsproblemen führt, sind ölbasierte
MMS-Schmierstoffe in den meisten GJS-Anwendungen die bevorzugte Lösung.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Hohe Schmierleistung für Dreh- und Fräsbearbeitungen mit teils hohen Schnittdruckspitzen
  • Gute Benetzung der Schneidkante bei kontrollierbarer Rückstandsbildung
  • Staubbindung, ohne die Maschine mit Schlamm oder klebrigen Belägen zu belasten
  • Stabile Prozessführung auch bei längeren Bearbeitungszeiten

Produktempfehlung:

  • iTEC-M 4300 (ölbasiert):
    Standardempfehlung für die MMS-Bearbeitung von Gusseisen mit Kugelgrafit. Der Schmierstoff
    bietet eine ausgewogene Kombination aus Schmierleistung, Staubbindung und moderater
    Rückstandsbildung und eignet sich für die meisten Dreh-, Fräs- und Bohranwendungen in GJS.
  • Spezielle Hochlastprodukte:
    Bei besonders anspruchsvollen Anwendungen (z. B. lange Schruppzyklen, hohe Zustellungen,
    ungünstige Kühlbedingungen) kann ein speziell für höchste Belastungen ausgelegter
    Hochleistungsschmierstoff aus der iTEC-M-Serie sinnvoll sein. Hier empfiehlt sich eine
    individuelle Abstimmung auf Prozess und Werkstoff.
  • Ölfreie, wasserbasierte MMS-Kühlschmierstoffe (iTEC-MF / iTEC-MB):
    Nur für moderate Bearbeitungen mit guter Absaugung und klaren Sauberkeitsanforderungen.
    Sie sollten in GJS-Anwendungen bewusst und nach Tests eingesetzt werden, da Staub-/Wasser-Gemische unerwünschte Ablagerungen und Korrosion fördern können.

Hartguss-Werkstoffe wie ADI (austemperiertes Gusseisen), GGV (Gusseisen mit Vermiculargraphit)
oder gehärtete Gusseisensorten sind besonders hart, spröde und abrasiv. Sie stellen extreme
Anforderungen an Werkzeug und Schmierstoff. Eine Bearbeitung mit Minimalmengenschmierung ist
möglich, erfordert aber sehr robuste Schmierstoffe und eine sorgfältige Auslegung des Prozesses.

Wasserbasierte, ölfreie MMS-Kühlschmierstoffe stoßen bei diesen Anwendungen häufig schnell an
physikalische Grenzen – insbesondere bei hoher thermischer Belastung, langen Kontaktzeiten und
stark abrasivem Span- bzw. Staubaufkommen. In den meisten Hartguss-Fällen empfehlen wir daher
primär ölbasierte MMS-Schmierstoffe.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Sehr hoher Druckaufnahmebereich zum Schutz der Schneidkante
  • Stabiler, tragfähiger Schmierfilm trotz abrasiver Bearbeitungsbedingungen
  • Gute Benetzung der Schneidzone bei kontrollierter Verdunstung
  • Hohe thermische Stabilität bei begrenzter Wärmeableitung im Werkstück

Produktempfehlung:

  • iTEC-M 4300 (ölbasiert):
    Solider Ausgangspunkt für MMS-Anwendungen in Hartguss, wenn Bearbeitungsschritte noch im
    gehobenen, aber nicht extremen Bereich liegen. Bietet eine zuverlässige Schmierwirkung und
    schützt das Werkzeug besser als wasserbasierte Alternativen.
  • Hochbelastete Prozesse:
    Bei sehr aggressiven Schnittbedingungen, hohen Flächenpressungen oder kritischen Werkzeugkosten sollte ein speziell auf höchste Belastungen ausgelegter Hochleistungsschmierstoff aus der iTEC-M-Serie eingesetzt werden. Je nach Prozess kann hier auch die Kombination aus optimierter Schnittstrategie und angepasster Schmierstoffmenge entscheidend sein.
  • Wasserbasierte MMS-Kühlschmierstoffe (iTEC-MF / iTEC-MB):
    Für Hartguss nur in klar begrenzten Sonderfällen geeignet – etwa bei sehr kurzen
    Bearbeitungszeiten, hervorragender Span- bzw. Staubabfuhr und wenn extrem saubere,
    nahezu ölfreie Oberflächen gefordert sind. Solche Anwendungen sollten grundsätzlich im Rahmen
    von Versuchen freigegeben werden.

NE-Metalle & Leichtmetalle

Die Bearbeitung von Aluminium stellt besondere Anforderungen an den Kühlschmierstoff – insbesondere aufgrund der Gefahr von Aufbauschneiden, der Neigung zur Schmierstoffanhaftung und der Vielzahl unterschiedlicher Legierungen.

iTEC-MB 7100 ist die optimale Wahl für die meisten gängigen Bearbeitungen wie Bohren, Fräsen, Senken oder Entgraten. Der Schmierstoff eignet sich für eine Vielzahl von Aluminiumlegierungen, einschließlich poröser Gusswerkstoffe und Bauteile mit hohen Anforderungen an die Oberflächengüte.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Zuverlässige Schmierwirkung zur Vermeidung von Aufbauschneiden
  • Hohe Kompatibilität mit gegossenen und gewalzten Aluminiumlegierungen
  • Ölfrei – für saubere Bearbeitungsprozesse und geringe Rückstandsbildung

Produktempfehlung:
Für typische Bearbeitungen empfehlen wir iTEC-MB 7100 als ölfreien, wasserbasierten MMS-Kühlschmierstoff.

Bei mechanisch stark belasteten Prozessen – etwa beim Sägen mit grobem Vorschub, Gewindeschneiden mit schwankendem Vorschub oder Umformvorgängen wie dem Tiefziehen – kann der ölbasierte iTEC-M 3000 durch seine höhere Schmierreserve die bessere Wahl sein.

Unsere MMS-Kühlschmierstoffe sind nicht für die Bearbeitung von reinem Magnesium geeignet. Bereits geringe Mengen wasserhaltiger Produkte können mit feinem Magnesiumabrieb chemisch reagieren und dabei gefährlichen Wasserstoff freisetzen.

Aufgrund der sehr niedrigen Schmierstoffmengen bei der Minimalmengenschmierung fehlt zudem die notwendige Verdünnungs- und Spülwirkung, um diese Reaktionen zuverlässig zu unterbinden. Aus Sicherheitsgründen bieten wir daher keine Produkte für die Bearbeitung von reinem Magnesium an.

Aluminium-Magnesium-Legierungen (z. B. AlMg3) können hingegen bedenkenlos mit MMS bearbeitet werden, da der Magnesiumanteil so gering ist, dass keine gefährlichen Reaktionen auftreten. Unsere wasserbasierten iTEC-MB Kühlschmierstoffe sind für diese Legierungen geeignet.

Zinkdruckguss lässt sich gut zerspanen und eignet sich hervorragend für die Minimalmengenschmierung. Die relativ geringe Festigkeit und gute Gießbarkeit ermöglichen kurze Bearbeitungszeiten und geringe Schnittkräfte – vorausgesetzt, der eingesetzte Schmierstoff ist optimal auf Werkstoff und Oberfläche abgestimmt.

Besonders wichtig sind ein feiner, gleichmäßiger Schmierfilm sowie eine rückstandsarme Verdampfung,
damit empfindliche Sicht- und Dekorteile nicht durch Flecken, Beläge oder Verfärbungen beeinträchtigt werden.
Wasser in der Bearbeitung kann außerdem die Gefahr von Weißkorrosion erhöhen, wenn Bauteile nicht zeitnah gereinigt oder beschichtet werden.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Sehr gute Benetzung für gleichmäßige Schmierwirkung
  • Rückstandsarme Formulierung – ideal für dekorative Oberflächen
  • Hohe Verträglichkeit mit Zinkdruckguss-Legierungen

Produktempfehlung:

  • iTEC-M 3000 (ölbasiert, sehr rückstandsarm):
    Erste Wahl für empfindliche oder dekorative Zinkdruckguss-Oberflächen. Der Schmierstoff bildet
    einen feinen Schmierfilm, verdunstet weitgehend rückstandsfrei und hat sich in der Praxis als
    sehr gut verträglich mit Zinklegierungen erwiesen.
  • iTEC-MB 7100 (wasserbasiert):
    Option, wenn eine wasserbasierte Minimalmengenschmierung gewünscht ist und eine gewisse
    Rückstandstoleranz besteht. Bietet eine gute Kombination aus Schmierleistung und Benetzung,
    sollte bei Zinkdruckguss jedoch nur eingesetzt werden, wenn die Bauteile zeitnah gereinigt oder
    beschichtet werden und der Prozess vorher erprobt wurde.
  • iTEC-MB 7200 (wasserbasiert):
    Für Anwendungen mit etwas höherer Schmieranforderung und weniger empfindlichen Oberflächen.
    Eignet sich für Zinkdruckguss nur, wenn leichte Rückstände tolerierbar sind und ein erprobter,
    stabiler Reinigungs- bzw. Weiterverarbeitungsprozess vorhanden ist.

Buntmetalle wie Kupfer, Messing oder Bronze stellen besondere Anforderungen an die Schmierung. Zwar lassen sie sich gut zerspanen, jedoch kann es bei unzureichender Schmierwirkung schnell zu Aufbauschneiden, Verkleben oder Maßabweichungen kommen – insbesondere bei höheren Schnittgeschwindigkeiten oder feinen Toleranzen.

Unsere wasser- und alkoholbasierten iTEC-Schmierstoffe wurden gezielt für diese Anforderungen entwickelt. Sie ermöglichen eine kontrollierte, saubere Bearbeitung empfindlicher Werkstoffe – ohne Verfärbungen oder unerwünschte Rückstände.

Anforderungen an den Schmierstoff:
– Keine chemischen Reaktionen mit Kupferlegierungen
– Stabile Schmierwirkung bei weichen, adhäsiven Metallen
– Rückstandsarme Verarbeitung – ideal für dekorative oder galvanikfähige Oberflächen

Produktempfehlung:
Für die Standardbearbeitung von Buntmetallen empfehlen wir iTEC-MB 7100 für Dreh-, Bohr- und Fräsbearbeitungen.

Bei häufig wechselnden Materialien oder wenn ein universeller Schmierstoff gefragt ist, bietet iTEC-MB 7200 eine gute Balance zwischen Leistung und Rückstandsarmut.

Bei höherer thermischer oder mechanischer Belastung – etwa bei starkem Spanabtrag, langen Schnittzeiten oder zähen Kupferlegierungen – ist iTEC-M 4300 eine geeignete Wahl. Der ölbasierte Schmierstoff bietet eine stabile Schmierwirkung, enthält jedoch keine EP-Additive und sollte bei sehr feinen Toleranzen oder empfindlichen Oberflächen hinsichtlich Rückstandsverhalten geprüft werden.

Für Anwendungen mit besonders hohen Anforderungen an Rückstandsarmut und Oberflächenreinheit empfiehlt sich iTEC-M 3000 dank seiner nahezu rückstandsfreien Verdampfung – ideal für Sichtteile oder nachfolgende Beschichtungsprozesse.

Kunststoffe & Verbundwerkstoffe

Die Bearbeitung von Kunststoffen stellt besondere Anforderungen an die Minimalmengenschmierung. Viele technische Thermoplaste – etwa Plexiglas (PMMA), Makrolon (PC) oder ABS – reagieren empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe oder zu hohe Flüssigkeitsmengen. Mögliche Folgen sind Spannungsrisse, Verfärbungen oder Maßverzug.

Für diese Anwendungen sind speziell abgestimmte, dünnflüssige und rückstandsarme Kühlschmierstoffe erforderlich, die möglichst schnell verdunsten und eine hohe Materialverträglichkeit bieten.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Sehr geringe Dosierung – idealerweise fein regelbar
  • Materialverträgliche Formulierung ohne aggressive Additive
  • Keine klebrigen Rückstände oder optische Beeinträchtigung

Produktempfehlung:
Für die Bearbeitung von Kunststoffen empfehlen wir iTEC-MB 7000 als wasserbasierten Spezialschmierstoff mit sehr feinem Sprühverhalten, schneller Verdunstung und rückstandsfreier Verarbeitung – auch bei empfindlichen Materialien.

Die Bearbeitung von Hochleistungskunststoffen wie POM, PEEK, PA oder PTFE erfordert gut kontrollierbare Schmierverhältnisse – insbesondere, um Wärmestau, Schmelzverformungen oder Materialverfärbungen zu vermeiden.

Bei der Minimalmengenschmierung ist eine gleichmäßige, flächige Benetzung entscheidend – ohne schmierstoffbedingte Spannungsrisse oder Rückstände auf dem Werkstück.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Dünnflüssige, gleichmäßig benetzende Formulierung
  • Rückstandsfreie oder gut verdunstende Komponenten
  • Gute Verträglichkeit mit technischen Kunststoffen

Produktempfehlung:
Für die Bearbeitung von POM, PA und ähnlichen Kunststoffen empfehlen wir den wasserbasierten iTEC-MB 7000 mit seiner rückstandsarmen Formulierung.

Bei kritischen Werkstoffen wie PEEK oder PTFE – oder wenn eine besonders saubere Verdunstung gewünscht ist – bietet der fettalkoholbasierte iTEC-M 3000 zusätzliche Sicherheit.

Verbundwerkstoffe wie glas- oder carbonfaserverstärkte Kunststoffe (GFK, CFK) sowie Sandwichmaterialien stellen besondere Anforderungen an die Kühlschmierung. Die Bearbeitung erfolgt häufig trocken oder mit minimaler Schmierung, um nachgelagerte Klebe-, Laminier- oder Lackierprozesse nicht zu beeinträchtigen.

Wasserbasierte, ölfreie MMS-Kühlschmierstoffe bieten hier klare Vorteile: Sie reduzieren Reibung und Werkzeugverschleiß, verdunsten schnell und hinterlassen keine haftenden Rückstände auf der Oberfläche.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Keine Beeinträchtigung nachfolgender Klebe- oder Beschichtungsprozesse
  • Reibungsreduktion bei minimaler Schmierstoffmenge
  • Geringerer Werkzeugverschleiß durch abrasive Faseranteile

Produktempfehlung:
Für die Bearbeitung von Verbundwerkstoffen empfehlen wir iTEC-MB 7000 als besonders rückstandsarmen, verdunstungsfähigen MMS-Kühlschmierstoff – ideal für CFK, GFK und sandwichartige Leichtbaumaterialien.

Sonderwerkstoffe & Exoten

Titan zählt zu den anspruchsvollsten Werkstoffen in der Zerspanung: geringe Wärmeleitfähigkeit, hohe Festigkeit und chemische Reaktivität führen schnell zu hohen Temperaturen, Aufbauschneiden und erhöhtem Werkzeugverschleiß.

Die Minimalmengenschmierung ist grundsätzlich auch bei Titan möglich – vorausgesetzt, Prozessführung und Schmierstoff sind sehr präzise abgestimmt. Entscheidend sind eine sehr gute Grenzschmierung (idealerweise mit EP-Reserve), hohe thermische Stabilität bei minimaler Dosierung sowie rückstandsarme Formulierungen.

Für einfache bis mäßig beanspruchte Bearbeitungen (z. B. Bohren oder leichtes Fräsen bei moderaten Schnittwerten) können iTEC-MB 7300 (ölfrei, ohne EP) oder iTEC-M 4300 (ölbasiert, ohne EP) eingesetzt werden; beide liefern gute Benetzung und gleichmäßige Schmierung, stoßen aber bei hohen Punktbelastungen (aggressives Schruppen, Gewindebearbeitung) an physikalische Grenzen.

Für anspruchsvolle bis hochbelastete Titanbearbeitungen empfiehlt sich iTEC-MB 7400 (ölfrei, mit EP), da das EP-Additiv die Notlaufeigenschaften deutlich verbessert. In Extremfällen kann ein synthetisches Ester-MMS mit EP-Additiven sinnvoll sein.

Praxis-Hinweise:

  • Düsenfokus/-abstand exakt einstellen, Sprühkegel so eng wie nötig; Dosierung so niedrig wie möglich, so hoch wie nötig.
  • Scharfe Werkzeuge und definierter Spanbruch; bei Geräusch oder Temperaturanstieg zuerst Fokus/Volumenstrom optimieren.
  • Bei wiederkehrenden Lastspitzen rechtzeitig von iTEC-MB 7300 / iTEC-M 4300 auf iTEC-MB 7400 hochstufen.

Ja, auch bei der Bearbeitung von Nickellegierungen wie Inconel, Hastelloy oder Monel kann MMS eingesetzt werden – vorausgesetzt, Prozessführung und Schmierstoff sind präzise abgestimmt. Wichtig sind ein stabiler, haftfähiger Schmierfilm, sehr gute Benetzung der Wirkzone und eine möglichst rückstandsarme Verdunstung bei hoher Temperaturbeständigkeit.

Anforderungen an Prozess & Schmierstoff:

  • Stabiler Schmierfilm mit Haftung und Dämpfung unter Punktlast
  • Sehr gute Benetzung (Düsenfokus, Sprühkegel, Abstand) und feindosierbare Applikation
  • Rückstandsarme Verdunstung, temperaturstabile Grenzschmierung

Produktempfehlung:

Für einfache bis mäßig beanspruchte Bearbeitungen (z. B. Bohren, leichtes Fräsen bei gut kontrollierten Schnittwerten) eignet sich iTEC-M 4300 (ölbasiert, ohne EP). Er ist thermisch robust, stößt jedoch bei sehr hoher Punktbelastung ohne EP an Grenzen.

Bei sehr sauber abgestimmtem Prozess und moderatem Zerspanvolumen ist iTEC-MB 7300 (ölfrei, ohne EP) eine Option – besonders wenn niedriger Rückstand im Vordergrund steht.

Für hochbelastete Anwendungen mit starker Reibung und thermischen Spitzen empfehlen wir iTEC-MB 7400 (ölfrei, mit EP). Das EP-Additiv verbessert die Notlaufeigenschaften deutlich, z. B. bei Gewindeformen, tieferen Eingriffen oder unterbrochenen Schnitten in Inconel/Hastelloy.

In Extremfällen kann ein speziell für schwer zerspanbare Werkstoffe entwickeltes synthetisches Esteröl mit EP-Additiven für MMS sinnvoll sein.

Praxis-Hinweise:

  • Düsenfokus/-abstand exakt einstellen; Sprühkegel so eng wie nötig
  • Bei Geräusch, Grat oder Temperaturanstieg zuerst Fokus/Schmierstoffmenge optimieren, dann Produktstufe anheben
  • Scharfe Werkzeuge, definierter Spanbruch und stabile Schnittdaten priorisieren

Kurzfazit:

MMS ist möglich – fallabhängig. Für leichtere Jobs genügen oft iTEC-M 4300 oder iTEC-MB 7300; bei hoher Punktbelastung empfiehlt sich iTEC-MB 7400 (mit EP), in Extremfällen ein esterbasiertes MMS-Öl mit EP.

Ja, auch bei der Bearbeitung von Graphit kann MMS eingesetzt werden – insbesondere zur Reduzierung von Werkzeugverschleiß und zur Bindung feiner Staubpartikel. Wichtig ist ein geeigneter Kühlschmierstoff, der gut haftet und gleichzeitig möglichst rückstandsfrei verdampft, um Ablagerungen im Maschinenraum zu minimieren.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Gute Staubbindung und Benetzung
  • Feindosierbare Applikation
  • Rückstandsarme Verdunstung für saubere Maschinenführung

Produktempfehlung:
Für staubarme und saubere Prozesse empfehlen wir iTEC-MB 7100 – der Schmierstoff verdampft kontrolliert und bietet eine gute Benetzung bei minimalem Verbrauch.

Bei sehr feinmechanischen Anwendungen oder maximaler Rückstandsarmut kann iTEC-M 3000 eine sinnvolle Alternative sein.

Vacoflux und andere weichmagnetische Sonderwerkstoffe sind empfindlich gegenüber thermischen Spannungen und Oberflächenveränderungen. MMS ist hier besonders vorteilhaft, da sie nahezu trocken arbeitet und eine präzise Dosierung ermöglicht.

Für eine sichere Bearbeitung empfiehlt sich ein fein zerstäubender, temperaturstabiler Kühlschmierstoff mit sehr geringem Rückstandsverhalten.

Anforderungen an den Schmierstoff:

  • Hohe Dosiergenauigkeit bei feinem Schmierfilm
  • Sehr gute Verdunstung ohne Rückstände
  • Keine Störung der Oberflächeneigenschaften

Produktempfehlung:
Für präzise Anwendungen mit sensiblen Werkstoffen empfehlen wir den ölfreien iTEC-MB 7100 – er arbeitet extrem sauber und eignet sich hervorragend für weichmagnetische Legierungen.

Bei höherer thermischer Belastung oder wechselnden Werkstoffen ist iTEC-MB 7200 eine leistungsfähige Alternative mit ausgewogener Schmierwirkung.

Permalloy ist eine weichmagnetische Nickel-Eisen-Legierung mit extrem hoher magnetischer Empfindlichkeit. Es wird vor allem in der Magnetabschirmung, Sensorik und Hochfrequenztechnik eingesetzt.

Mechanisch lässt sich Permalloy nur eingeschränkt bearbeiten: Das Material ist weich, neigt zur Kaltverfestigung und reagiert empfindlich auf Wärmeeintrag. In der Praxis wird es daher häufig geschliffen oder elektrochemisch bearbeitet.

Für sehr feine Zerspanungsarbeiten mit niedriger thermischer Belastung kann iTEC-MB 7100 eingesetzt werden. Der Schmierstoff eignet sich durch seine rückstandsarme Formulierung besonders für empfindliche Werkstoffe und magnetische Bauteile mit hoher Oberflächenanforderung. Eine Vorabprüfung im konkreten Anwendungsfall ist jedoch empfehlenswert.

Diese FAQ beantwortet grundlegende und vertiefende Fragen zur Minimalmengenschmierung und zu Kühlschmierstoffen für MMS – mit besonderem Fokus auf deren Einsatz bei unterschiedlichen Materialien und Werkstoffen.
Weitere Informationen zu speziellen Anwendungen und Produkten finden Sie auf den jeweiligen Unterseiten.

Welche Maschinen lassen sich mit Minimalmengenschmierung ausrüsten?
Von Kreissägen bis CNC-Bearbeitungszentren – erfahren Sie, wie MMS an unterschiedlichen Maschinentypen eingesetzt wird.
Jetzt mehr erfahren